Lange Zeit an ihrer Seite. Der Wunsch nach seelsorglicher Begleitung ist für Patienten nach einem Schlaganfall, mit Multipler Sklerose, Krebs- oder anderen schweren Erkrankungen groß.
„Von einer Sekunde auf die andere war es mit meinem Leben vorbei", erzählte der 19-jährige Patrick*. Autounfall. Rettungswagen. Helikopter. Intensivstation. Koma. Dann wachte er auf und kam in die Reha. Ein weiter Weg zurück ins Leben beginnt. Wie der Klinikseelsorger Pfarrer Stahlmann junge Menschen begleitet, lesen Sie hier.
Beim vertrauten Anblick der evangelischen Klinikseelsorgerin Christiane Zimmermann-Schwarz strahlte die Patientin Patricia T. über das ganze Gesicht. „Heute hatte noch niemand Zeit dafür, mit mir aufzustehen“, erklärte die junge Frau lächelnd ihre Lage. Denn sie lag noch im Bett, anstatt wie gewohnt im Rollstuhl im Aufenthaltsraum zu sitzen. Doch welches Schicksal hatte die Patientin in die Obhut der Seelsorge in der Schmiederklinik gebracht?
Sara Potter, eine junge Frau mit einem gutbezahlten, aber anstrengenden Job freute sich auf ein Wochenende in den Bergen. Für ein paar Tage würden die beruflichen Verpflichtungen vergessen sein: Sie wollte mit ihrem Partner wandern gehen. Doch schon auf der Fahrt zum Ferienort wurde sie von starken Kopfschmerzen geplagt. Sie dachte: „Das sind bestimmt noch die Nachwehen der anstrengenden Arbeitswoche. Sobald ich zur Ruhe komme, werden die bestimmt verschwinden.“ Doch im Laufe des Tages wurden die Schmerzen immer stärker. Auf Anraten ihres Freundes ging sie widerwillig zum Arzt… und dann ging alles sehr schnell.
"Heute hatte noch niemand Zeit dafür, mit mir aufzustehen", erklärt Patientin Patricia Tempel mit einem entschuldigenden Lächeln ihre Lage. Deshalb liege sie noch im Bett, anstatt wie gewohnt im Rollstuhl im Aufenthaltsraum zu sitzen. Beim vertrauten Anblick der evangelischen Klinikseelsorgerin strahlt die junge Frau über das ganze Gesicht. "Es tut so gut zu wissen, dass regelmäßig jemand kommt und mir zuhört", erzählt die 41-jährige Erzieherin und Mutter eines knapp zweijährigen Sohnes. - Ein Bericht von Chirstiane Zimmermann-Schwarz.
"Sie haben mir so viel geholfen", sagt Frau A. beim Abschied. "Ich sehe es heute noch, wie Sie das erste Mal in mein Zimmer gekommen sind.“ - Fünf Monate war sie nach einem Schlaganfall in der Klinik. Lange saß sie im Rollstuhl, unglücklich wegen der starken körperlichen Einschränkungen und ängstlich, wie es weitergehen soll. Jetzt geht sie wackelig, aber zuversichtlich auf eigenen Beinen nach Hause.
Ein Patient antwortete auf die Frage, wie er seinen fast einjährigen Klinikaufenthalt durchgestanden habe, mit den Worten: "Ohne die kontinuierliche seelsorgerliche Begleitung hätte ich das so nicht geschafft." Dieses Zitat zeigt beispielhaft, wie groß der Bedarf an Seelsorge in „meiner“ Klinik ist.
"Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für sich genommen haben", sagte eine Frau im Vorraum einer Intensivstation. Ihre Mutter lag im Sterben und in einem Gespräch teilte sie Erinnerungen an den gemeinsamen Lebensweg mir mit. Schöne und schmerzvolle Begebenheiten waren das Thema. Aufmerksames Zuhören, Schweigen und Gesten des Mitgefühls taten ihr gut. Gemeinsam suchten wir Antworten auf die Frage: Gibt es Hoffnung nach dem Tod?