
NeuroRehabilitation in der BDH Klinik Elzach - Der weite Weg zurück ins Leben
Ein Bericht von Christine Biehrer

Der Arzt diagnostizierte eine Hirnblutung, die sofort behandelt werden musste. Krankenhaus – Operation – Intensivstation. Die Ärzte kämpften um das Leben der jungen Frau. Wie durch ein Wunder überstand sie die OP und kam wenige Tage später in die BDH Klinik in Elzach.
Von einer Minute auf die andere wird das Leben einer selbstbestimmten jungen Frau total verändert. Sara Potter* hat Schwierigkeiten mit dem Sprechen, die Hirnblutung beeinträchtigt das Sprachzentrum. Die Worte im Kopf finden keinen Weg durch Mund nach draußen. Sie hat keine Kontrolle mehr über ihre rechte Körperhälfte. Ein langer Weg zurück ins Leben beginnt. Täglich stehen verschiedene Therapieeinheiten auf dem Programm, die ihr helfen sollen, den Alltag zu meistern. Die Therapiefortschritte, ob groß oder klein, sind von starken Gefühlen begleitet: Ängste, wie wird es weitergehen, Wut, warum musste gerade mir das passieren, Verzweiflung, ich schaffe das nicht…
Sara und ihre Angehörigen wünschen sich die Begleitung durch die Klinikseelsorgerin. Ihr tut es gut, dass da jemand ist, der keine therapeutischen Maßnahmen ergreift. Es wird eine lange seelsorgliche Begleitung mit Höhen und Tiefen, dazu gehört gemeinsames Schweigen, Beten, Erzählen. Auf ganz andere Art steht die Patientin hier im Mittelpunkt. Sie kann selbst bestimmen, ob sie einen Besuch will oder nicht. Sie kann selbst bestimmen: Gehe ich zum Gottesdienst, der regelmäßig angeboten wird oder nicht.
Wenn die Sprache wieder nicht will, kommt die „Seelsorge mit allen Sinnen“ zum Einsatz. Hier steht das Tun im Vordergrund. Beim Seife-Kneten wird der ganze Mensch angesprochen. Sehen, hören, riechen, bewegen, alles ist dabei. Die Konzentration verlagert sich und die Worte kommen manchmal wie von selbst.
In den Gesprächen und Begegnungen schwingt mit, dass wir auf unserem Weg nicht allein unterwegs sind. Es ist immer der dabei, der die Welt und uns ins Leben gerufen hat und zu dem wir zurückkehren, wenn unser Leben zu Ende geht.
Inzwischen ist die Reha von Sara Potter in der BDH Klinik Elzach abgeschlossen. Ab und zu schreibt sie eine Nachricht, wie es ihr geht und was sich Neues in ihrem Leben tut. Sie arbeitet wieder und ist mit ihrem Freund zusammengezogen.
In den Gesprächen und Begegnungen schwingt mit, dass wir auf unserem Weg nicht allein unterwegs sind. Es ist immer der dabei, der die Welt und uns ins Leben gerufen hat und zu dem wir zurückkehren, wenn unser Leben zu Ende geht.
Inzwischen ist die Reha von Sara Potter in der BDH Klinik Elzach abgeschlossen. Ab und zu schreibt sie eine Nachricht, wie es ihr geht und was sich Neues in ihrem Leben tut. Sie arbeitet wieder und ist mit ihrem Freund zusammengezogen.
*Name geändert

Wir wollen mitgehen und zuhören, manchmal gemeinsam schweigen, aushalten, Patient*innen und die Angehörigen da abholen, wo sie im Augenblick sind.
Die Kapelle ist schon ein wichtiger Ort in der Klinik – wir feiern nicht nur regelmäßig Gottesdienste dort, sondern ich bin oft hier mit Patient*innen, für ein Gespräch. Die Gottesdienste sind fast familiär. Oft kommen sie mit Angehörigen hierher. Die Gottesdienste kreisen um das Thema: Wir sind für Gott wichtig, so wie wir sind. Er liebt uns als seine Kinder, ob wir fit sind oder angeschlagen.
So gut es geht nehme ich Patienten mit hinein in den Gottesdienst. Lesungen, Gebete, Musik wird manchmal von Patient*innen oder Gästen übernommen.
Eine große Hilfe ist der Besuchskreis, den es an der Klinik gibt. Sie besuchen, machen kleine Besorgungen, Gesellschaftsspiele oder gehen spazieren.
Gemeinsam versuchen wir für die Patient*innen Da zu sein, Zuzuhören und Mut zu machen.
